Was ist eine Leader-Aktionsgruppe (LAG)?

Leader-Aktionsgruppen (LAGs) für neue Wege in der Entwicklung ländlicher Räume

Eine Leader-Aktionsgruppe (LAG) ist eine Partnerschaft aus Vertretern der Kommunen sowie des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Die LAG unterstützt und steuert den Entwicklungsprozess und bringt die verschiedenen Akteure der Region zusammen.

"Bürger gestalten ihre Heimat"

LAGs verfolgen einen sog. "Bottom-up-Ansatz", d.h. sie betreiben Entwicklung von "unten nach oben". Die Menschen vor Ort - ob kommunale Vertreter, Unternehmer oder ehrenamtlich Engagierte - werden dadurch bestärkt, die Entwicklung ihrer Region selbstbestimmt voranzutreiben. Ausdruck des Bottom-up-Ansatzes ist die Einbeziehung von Vertretern verschiedenster Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens in die Entscheidungsgremien der LAG. Darüber hinaus spielt der Vernetzungsgedanke im Sinne einer Zusammenarbeit zwischen lokalen Akteuren, Vereinen, Unternehmen, Kommunen und Sektoren des öffentlichen Lebens eine wichtige Rolle.

Förderung durch das Programm "Leader/ELER"

"Leader" ist eine Abkürzung und steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" ("Vernetzung von Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft") und wird durch das BaySTML eingedeutscht in "Bürger gestalten ihre Heimat". Informationen des BaySTML zu Leader/ELER: http://www.stmlf.bayern.de/landentwicklung/leader/

Die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER fördert seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen und die erfolgreichen Ansätze in die Mainstream-Programme zu übernehmen.

Wie entstand die LAG Brückenland Bayern-Böhmen?

Die LAG Brückenland Bayern-Böhmen baut auf die bereits seit 2002 bestehende LAG Oberviechtacher & Schönseer Land auf, die im September 2007 umbenannt wurde. Grundlage für den Zusammenschluss von Kommunen zur LAG Brückenland Bayern-Böhmen war ein ausführlicher regionaler Diskussions- und Meinungsbildungsprozess. Im Rahmen mehrerer Workshops, Sitzungen und Ortstermine wurden gemeinsam die Probleme und Potentiale der Region identifiziert, Ziele und Wege zur ihrer Umsetzung formuliert.

Zusammenarbeit statt "Kirchturmdenken"

Das Gebiet der LAG Brückenland Bayern-Böhmen wird durch die Mitgliedschaft von Kommunen in der LAG festgelegt. Durch ihre Mitgliedschaft in einer LAG erklären die Kommunen ihren Willen, verstärkt zusammen zu arbeiten. "Kirchturmpolitik" wird durch den Blick über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus ersetzt.

Auswahl von LAGs

Welche Regionen als LAGs anerkannt werden, darüber entscheidet in Bayern eine Kommission am Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten aufgrund der Regionalen Entwicklungskonzepte, die durch die LAGs erarbeitet und vorgelegt werden. Die LAG Brückenland Bayern-Böhmen wurde als eine von 40 LAGs in Bayern am 12.12.2007 ausgewählt. In einer "Nachrückrunde" wurden 2008 weitere 18 LAGs in Bayern anerkannt. Damit ist eine Förderung von Projekten durch Leader/ELER möglich.

Weitere Informationen zur LAG, zu Leader/ELER sowie zum Regionalen Entwicklungskonzept der LAG Brückenland Bayern-Böhmen sowie erteilt die Leiterin des LAG-Regionalbüros, Dipl. Geogr. Veronika Hofinger (s. Kontakt).

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Leader-Logo


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Artikel aus dem "Neuen Tag", 14.12.2007