Die LAG Brückenland Bayern-Böhmen bildet gemeinsam mit der tschechischen Nachbarregion Dobrohost eine grenzüberschreitende Entwicklungsregion unter dem Titel "Aktiv über Grenzen - Aktivně přes hranice" (s. auch Rubrik "LAG / Aktiv über Grenzen")
Dobrohost von Ronsberg - Namensgeber der Mikroregion Dobrohost
Die Mikroregion Dobrohost wählte ihren Namen in Anlehung an Dobrohost von Ronsberg, der in der frühen Neuzeit eine ausgedehnte Herrschaft im nördlichen Bereich der Region Domažlicko besaß. Seinen Herrschaftssitz in Poběžovice (Ronsberg), ursprünglich eine einfache befestigte Anlage, ließ er in eine ausgedehnte gotische Burganlage umbauen und das Städtchen Poběžovice mit einer Stadtmauer umgeben.
Wege und Straßen verbinden die Partnerregionen
Die Mikroregion Dobrohost befindet sich im nördlichen des einstigen Landkreises Domažlice und grenzt im Westen an Deutschland. Die nächstgelegenen Grenzübergänge nach Bayern sind Lísková-Haselbach und Železná-Tillyschanz für den motorisierten Verkehr. Zu den frequentiertesten Fußgängerwegen über die Grenze sind vor allem Rybník-Schwarzach und Pleš-Friedrichshäng zu zählen. Seit dem Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengen-Abkommen am 21.12.2007 ist der Grenzübertritt prinzipiell überall möglich.
Mitglieder der Mikroregion Dobrohost sind die Gemeinden Hora Svatého Václava, Drahotín, Mnichov, Poběžovice und Rybník. Kooptierte Mitglieder sind Bělá nad Radbuzou, Hostouň, Hvožďany und Mutěnín.
Entwicklung des "Sanften Tourismus" ist Ziel der Mikroregion Dobrohost
Zu den wichtigsten Zielsetzungen der Mikroregion Dobrohost gehören die Entwicklung des Tourismus, wobei die Erhaltung des natürlichen Potentials und der schonende Umgang mit der unbelasteten Natur und der wertvollen Kulturlandschaft eine Maxime darstellt. Das Landschaftsschutzgebiet (CHKO) Český les nimmt einen großen Teil des Gebiets der Mikroregion ein.
Die Bevölkerungsdichte in der Mikroregion Dobrohost ist etwa 5x geringer als im Durchschnitt der Tschechischen Republik. Für diejenigen, die Ruhe und Raum für den ungestörten Genuss freier Natur suchen, ist die Mikroregion Dobrohost daher die beste Adresse!
Spuren der Vergangenheit
Zwei historisch bedeutsame Dominanten in der Mikroregion Dobrohost sind das Schlossareal in Poběžovice mit einem 16 ha großen Park und die angrenzende städtische Denkmalschutzzone, sowie die Ruine des einst bedeutsamen Augustinerklosters in Pivoň (Stockau), dessen Kern aus dem 13. Jhd. stammt.
Zu den vergessenen Schätzen der Region gehört das Dorf Šitboř. Es wurde schon im Jahr 1248 gegründet. Wahrzeichen des Dorfes ist die eindrucksvolle Ruine der St. Nikolaus-Kirche, eines gotischen Baus aus dem frühen 14. Jhd.. Leider befindet sich die Ruine in einem äußerst schlechten Zustand. Es bestehen Pläne, in den Resten der Kirche und dem angrenzenden ehemaligen Friedhof einen meditativen Garten der Ruhe und Besinnung zu schaffen.
Auf dem Gebirgskamm bei Pivoň verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Elbe und Donau. Hier befindet sich auch der Torso des einst berüchtigten Raubrittersitzes Starý Herštejn (Alt Hirstein).
Erwähnung verdient auch der jüdische Friedhof in Poběžovice, der Dank der Aktivität der Bürgerinitiative Abrahám wieder instand gesetzt wird. Eine sehenswerte Kunstgalerie unter freiem Himmel ist im Dorf Šidlákov zu besichtigen, wo einer der Einwohner eine ständig wachsende Sammlung künstlerischer Artefakte aufbaut.
Weitere Informationen zu Mitgliedskommunen der Mikroregion Dobrohost finden Sie auf den Seiten der Stadt Poběžovice, der Gemeinde Rybník, der Stadt Bělá nad Radbuzou sowie der Stadt Hostouň.





